Der Obdachlose

Eine Geschichte von Nathalie Cassar

„Ich kenne dich“, sagte der Mann.

Eine Welle von Gerüchen stieg mir in die Nase. Urin, Schweiß, Alkohol, der strenge Geruch eines lange nicht gewaschenen Körpers.

Ich ging weiter. Obdachlose ignorierte ich. Ständig begegnete man ihnen, am Wegesrand, vor Geschäften, in Unterführungen. Ich konnte ihren Anblick schwer ertragen. Eine Mischung aus Ekel und Mitleid. Das Gefühl, froh zu sein, dass einem selber dieses Schicksal erspart blieb. Allein die Vorstellung, über Wochen oder Monate dieselbe Hose und Unterhose zu tragen, ohne sie waschen zu können, jagte mir einen Schauer über den Rücken.

Ich ging unbeirrt weiter. Zu einem Gespräch mit einem Obdachlosen hatte ich nun wirklich keine Lust. Zumal dieser offensichtlich einiges an Alkohol intus hatte.

Auf dem Rückweg nach dem Einkauf musste ich an derselben Stelle vorbei. Ich wollte schnell nach Hause, mir etwas zu essen machen und ins Bett.

„Manche Dinge wiederholen sich“, sagte die Stimme des Mannes.

Sie klang nicht vorwurfsvoll, sondern leise und niedergeschlagen.

„Einmal abgewandt, immer abgewandt.“

Das klang jetzt doch wie ein Vorwurf. Aber wie ein Vorwurf, der sich schon beim Aussprechen drehte und wieder in den Mund zurückwollte, weil er keine Kraft hatte. Der sich nicht hinaustraute, und dann, hinaus geschubst, versuchte, unauffällig zu sein, schnell um die nächste Ecke zu verschwinden. Von einer Person, die nicht genug Selbstvertrauen hatte, überhaupt einen Vorwurf zu machen.

Die Worte erreichten mich. Dass ich mich abwandte, konnte ich ja schwer abstreiten. Ich stapfte trotzdem zügig voran, nach einem langen Arbeitstag mein Abendessen und ein bisschen Ruhe im Sinn.

„Veronika.“

Jetzt blieb ich doch stehen. Drehte mich um und erblickte einen Mann meines Alters, vielleicht noch ein paar Jahre jünger, das war schwer zu schätzen bei der Gestalt, die sich meinen Augen zeigte. Er trug eine völlig verdreckte Jacke, die für den kühlen Herbsttag viel zu dünn war und außerdem ein riesiges Loch am linken Ärmel aufwies, durch das die Haut zu sehen war. Offensichtlich fehlte ihm unter der Jacke sogar ein Pullover. Seine Schuhe waren von undefinierbarem Graubraun und der linke Schuh klaffte vorne zu einem Maul auf, aus dem ein strumpfloser Zeh herauslugte. Seine Haare standen auf der einen Seite wirr ab, auf der anderen Seite klebten sie fettig auf seinem Kopf. Das Gesicht war hager und von einigen Narben gezeichnet. Einzig seine Hose, eine dunkle Bluejeans, war sauber und unbeschädigt.

„Ich habe sie erst seit gestern“, sagte der Obdachlose, der offensichtlich meinen abschätzenden Blick bemerkt hatte, „ich habe einen Mann, der eine Tüte in den Altkleidercontainer werfen wollte, gefragt, ob dort eine Hose drin sei. Er gab mir das ganze Paket, aber außer dieser Hose waren es nur Frauensachen.“

Er schwieg einen Moment, wie erschöpft von dem ungewohnten Redefluss.

Währenddessen ging mein Gehirn auf die Suche. Konnte es sein, dass er meinen Namen erraten hatte? Hatte ich ihn irgendwo sichtbar stehen, vielleicht auf einer Tasche, oder hatte ich vor dem Laden versehentlich ein Rezept fallen gelassen?

„Er hat die Tüte neben mich gestellt. Er hat nicht mal ja oder nein gesagt, sondern sie einfach neben mir fallen lassen und ist ganz schnell verschwunden. Aber jetzt habe ich zumindest eine neue Hose.“

Ich rang mit mir. Sollte ich nicht einfach meinen Weg fortsetzen und diesen kurzen Zwischenstopp vergessen? Aber ich wollte doch gern wissen, woher dieser Mann meinen Namen wusste.

„Woher wissen Sie, wie ich heiße? „

Ich achtete darauf, einen Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Als ob der Mann mich plötzlich anspringen würde.

Er sah traurig aus.

„Natürlich kannst du mich nicht erkennen. Du siehst ja noch fast aus wie früher, das kann man wohl von mir nicht sagen.“

Sein Mund verzog sich zu einem bitteren Grinsen, das eine große Lücke in den unteren Frontzähnen offenbarte.

„Wie, früher… ?“, fragte ich verwirrt.

„Wir haben mal zusammen gewohnt“.

„So ein Quatsch.“

Ich drehte mich um und wollte flüchten. Doch etwas zwang mich, mich dem Mann, der auf dem Boden auf einer Plastiktüte neben dem Kinderhubschrauber vor dem Edeka saß, wieder zuzuwenden, ein Gedankenfetzen vielleicht oder eine wirre Ahnung. Ich hatte einige WGs hinter mir, zu meinen Studienzeiten.

„Ich bin Thomas.“

Ich schluckte. „Thomas“, wisperte ich. Mein Gehirn produzierte ein Flashback. Plötzlich sah ich den jungen Thomas vor mir, den, mit dem ich anderthalb Jahre zusammen gewohnt hatte. Einen schüchternen, in sich gekehrten Studenten der Informatik. Er hatte das zum Norden ausgerichtete Zimmer bewohnt und meist tagsüber die Jalousien halb herunter gelassen, obwohl in das Zimmer sowieso wenig Licht fiel.

Wir hatten gelegentlich abends zusammen gekocht, und einige Male hatte er mir die Miete zu spät überwiesen. Insgesamt aber ein unauffälliger, angenehmer Mitbewohner.

„Du erinnerst dich“, sagte er, während er unverwandt zu mir hoch sah.

Ich nickte. Die Distanz, die ich zu dem auf der Straße aufgebaut hatte, schmolz innerhalb von Sekunden.

„Du hast anderthalb Jahre bei mir gewohnt. Und plötzlich warst du verschwunden.“

Er sagte nichts. Starrte großäugig zu mir hoch. Zumindest ein Auge groß, das andere wegen der Narbe darüber nur halb geöffnet.

„Ich muss jetzt leider los.“

Ich schielte hinter mich. Der Edeka lag ziemlich nah an meiner Arbeitsstelle. Oft ging der eine oder andere Kollege hier nach der Arbeit noch kurz etwas einkaufen.

Thomas nickte.

„Ich habe alle Zeit der Welt. Ich werde auch morgen wieder hier sitzen. Der Anton, der den Sitzplatz hier vorher hatte, ist letzte Woche gestorben.“

Ich schaffe es nicht, mich umzudrehen und zu gehen.

„Hier ist es wärmer als drüben in der Schusterstraße. Da zieht es so.“

Er sprach schnell und viel, das hatte er früher schon getan, wenn er zu viel getrunken hatte. Nüchtern war er immer einsilbig gewesen, und wir hatten uns nur selten über persönliche Dinge unterhalten.

„Er hatte eine Lungenentzündung.“

Die wirst du auch bald haben, dachte ich, seine durchlöcherte Jacke und Schuhe im Blick. Ich schluckte.

„Warum warst du damals verschwunden?“

„Ich war im Knast. Drei Monate lang. So lange konntest du wohl offensichtlich nicht warten.“

„Woher sollte ich das wissen? Du warst einfach weg, keine Nachricht, keine Information, kein Geld. Ich musste das Zimmer auch irgendwie finanzieren.“

Ein Fetzen der alten Wut kam an die Oberfläche, der Frust, dass er mich damals so hatte hängen lassen. Nach sechs Wochen hatte ich das Zimmer neu inseriert. Seine Möbel hatte ich in den Keller geräumt. Seine ganzen Klamotten, Bücher und persönlichen Sachen auf den Dachboden. Jahre später, als ich mit meinem späteren Mann zusammen zog, hatte ich alles auf den Sperrmüll gestellt und seine Kleidung in die Altkleiderkiste geworfen. Nur einen ganz kleinen Karton mit persönlichen Dingen, Postkarten, ein bisschen wertloser Schmuck, ein paar winzige Andenken, hatte ich aufbewahrt. Reste eines verschollenen Lebens.

„Mobiltelefone gab es damals noch nicht“, beantwortete er meinen unausgesprochenen Gedanken.

„Warum bist du nicht noch mal vorbeigekommen, als du wieder draußen warst?“

Mir wurde langsam kalt, aber ich konnte nicht gehen.

„Das bin ich. Zweimal habe ich geklingelt, da hast du nicht aufgemacht. Beim dritten Mal habe ich hinter meinem Zimmerfenster einen Mann gesehen, vermutlich deinen neuen Mitbewohner. Dann bin ich wieder gegangen.“

„Warum…“

„Du zitterst“, unterbrach er mich unvermittelt. „Irgendwann gewöhnt man sich an die Kälte.“

Es sei denn, man bekommt eine Lungenentzündung und stirbt wie dein Kollege, dachte ich.

„Und du? Merkst du die Kälte da nicht mehr?“

Er zuckte die Achseln: „Klar. Aber es hilft ja nichts. Und hiermit“, er zog einen Tetrapack Wein hinter seinem Rücken hervor, „kann man alles ertränken. Sogar die Kälte.“

Ich presste meine klappernden Zähne zusammen. Das passierte mir immer, wenn ich fror, müde oder erschöpft war, und lange nichts gegessen hatte. Mein Drang, nach Hause zu kommen, wurde überlagert durch die Wirkung dieses heruntergekommenen Mannes. Dieses Fensters zu meiner Vergangenheit.

Mein Mann war vor einem halben Jahr gestorben. Zu Hause erwarteten mich doch nur leere Zimmer. Und auch ich würde die angestrebte Ruhe nicht bekommen, würde meine Leere in Wein ertränken wie jeden Abend. Würde etwas essen und mich stumpf vor den Fernseher legen, bis ich eingeschlafen war.

„Warum musstest du denn in den Knast?“

„Ich hatte ein bisschen zu viel Hasch dabei. Und ich war ja noch auf Bewährung.“

Plötzlich wurde es mir zuviel. Ich kramte in meinem Portemonnaie nach einer Visitenkarte und reichte sie ihm. Einen Augenblick berührten sich unsere Finger. Seine waren überraschend warm.

„Ich habe noch ganz viel Kleidung meines verstorbenen Mannes in den Schränken. Komm vorbei und such dir etwas aus. Ich bin abends immer zu Hause.“

Auf seinem Gesicht spiegelten sich Überraschung, Freude, Unsicherheit.

„Und vergiss nicht zu klingeln.“

COVID 19 – viele Obdachlose akut infiziert

Fachleute haben immer damit gerechnet, jetzt ist der Fall eingetreten: die Massenunterkunft „Alter Flughafen“ ist ein Infektionshotspot geworden. 

Und es passiert, was befürchtet wurde: die zuständigen Behörden gehen planlos und schlecht abgestimmt mit dieser Situation um. Ein Beleg dafür ist der anhängende Bericht des Tagestreffs NORDBAHNHOF der SEWO e.V. Menschen, die evtl. noch nicht positiv getestet werden konnten, jedoch durch aktuelle Kontakte bereits infiziert sind oder zumindest könnten, laufen durch die Stadt. Welche Folgen das hat, brauchen wir nicht besonders auszuführen.

Zwei Probleme machen wir an dieser Stelle deutlich: 

 1. Zuständige Behörden reagieren unabgestimmt und nicht sachgerecht. K1 Personen müssen in Quarantäne genommen werden, sofern sie nicht bereits vollständig geimpft oder genesen sind. Trotz der ersten Impfangebote ist aber noch ein Teil der Betroffenen nicht geimpft, so dass Quarantänemaßnahmen durch die Gesundheitsbehörden anzuordnen und in diesen Fällen auch Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen sind. Die Einlassung, das Quarantänehotel sei voll, ist weder sachgerecht noch tolerabel. Wenn ein Hotel voll ist, müssen weitere Kapazitäten geschaffen werden. Dafür ist allein die Regionsverwaltung verantwortlich. Selbst wenn 18 Monate nach Pandemiebeginn ein Plan existieren sollte, der Bericht der Mitarbeitenden des Nordbahnhof zeigt, dass das Handeln nicht planvoll und abgestimmt ist. Wie vielfach üblich, wird die Verantwortung weitergeschoben.

 2. Massenquartiere wie der „Alte Flughafen“ müssen geschlossen werden. StiDU e.V. hat bereits im vergangenen Jahr durch Berechnungen belegt, dass die Notunterbringung in Hotels nicht teurer, aber unter mehreren Aspekten erheblich besser als der Betrieb dieser Massenquartiere ist. Dazu kommt, dass die ordnungsrechtlich gebotenen Tagesaufenthalte bei einer Hotelbelegung von selbst entstehen, da die Menschen nicht mehr morgens auf die Straße gesetzt werden, Hotelunterbringung also tatsächlichen einen tatsächlichen und finanzieller Zusatznutzen darstellt. Hier ist die Landeshauptstadt Hannover bis heute ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen.

Die Einlassungen der Verwaltung, man habe die Abstände vergrößert klingen wie Hohn. In einer Halle sind viele Menschen zusammen untergebracht. Das ist schon unter Normalbedingungen ein Angriff auf die verfassungsrechtlich geschützte Menschenwürde.

Wir fordern die Verwaltungen von Stadt und Region auf, ihren gesetzlich gebotenen Verpflichtungen zum Schutz der Menschen, die ohnehin an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden, unverzüglich nachzukommen.

Situationsbericht des Tagestreff NORDBAHNHOF der SEWO e.V.

Aufgrund von Coronafällen in der Unterkunft Alter Flughafen und der Tatsache, dass am Sonntag ein Corona Positiv- Getesteter im Tagesaufenthalt Nordbahnhof war, haben wir heute entschieden, nur Getestete, Geimpfte oder Genesene in die Einrichtung zu lassen. Da viele Besucher noch nicht geimpft sind, haben wir beschlossen, Personen zum Testzentrum in die Nordstadt zu schicken. Frau X und Herr Y haben aber keine Personalpapiere, so dass sich der Arzt der Straßenambulanz bereit erklärt hat, beide zu testen.   

Kurze Zeit später kam der Arzt zu uns ins Büro und informierte uns darüber, dass bei Frau X der Schnelltest positiv ausfiel, der Test bei Herrn Y war erst unklar, der zweite negativ.  Unser Tagestreff wurde bei einem Telefonat und per E-Mail vom alten Flughafen informiert, dass es Coronafälle gäbe und dass das Quarantänehotel voll sei.Eine bei uns tätige Sozialarbeiterin  telefonierte mehrfach mit der Landeshauptstadt Hannover, die leider auch nur die Information erhielt, dass das Quarantänehotel voll sei. Die LHH hat das Gesundheitsamt informiert. Das Gesundheitsamt meldete sich und informierte uns, dass ein Rettungswagen unterwegs sei, um die beiden Personen abzuholen.

Der Rettungssanitäter wurde von uns informiert, dass Frau X heute bei unserem Arzt von der Caritas positiv auf Covid 19 getestet wurde und der Partner Herr Y negativ getestet wurde. Der Rettungssanitäter sprach dann mit den Beiden und Frau X beschrieb, dass sie seit Tagen starke Grippesymptome hätte. Sie wurde weiter gefragt, ob sie und ihr Partner lieber ins Krankenhaus oder in ein Hotel wollten. Beide äußerten den Wunsch, lieber in einem Hotel untergebracht zu werden. Der Rettungssanitäter tätigte dann ein Telefonat und sagte, dass im Hintergrund nach einer Lösung für eine Unterbringung gesucht wird im Moment aber keine Unterbringungsmöglichkeit besteht. Das Gesundheitsamt würde sich bei uns im Tagesaufenthalt melden, wann blieb unklar. Der Rettungswagen übergab uns ein Protokoll, sagten sie hätten jetzt Feierabend und fuhr dann weg. Das Pärchen saß zu diesem Zeitpunkt seit ca. 3 Stunden vor der Tür.

Unsere Sozialarbeiterin rief später die Rettungsleitstelle an und fragte, was wir denn nun tun sollen, wir könnten die beiden nicht in die in die Straßenbahn und weiter in die Stadt gehen lassen. Darüber hinaus, war die Frau in keinem guten Zustand, weinte und hatte Angst.

Der Mitarbeiter von der Rettungsleitstelle, der seinen Namen nicht nennen wollte, erklärte, dass der Rettungsdienst nicht zuständig dafür wäre, dass Personen in eine Unterkunft wie die Quarantänestation gebracht würden und legte dann auf.

Die Sozialarbeiterin rief daraufhin die Polizei an, da die Rettungsleitstelle gesagt hatte, wir sollten uns an die Polizei wenden, damit die Personen transportiert würden. Die Feuerwehr sei nicht zuständig. Die Sozialarbeiterin hat der Polizei die Situation erklärt. Die Polizei sagte uns zu, die Situation zu klären.

Dann rief die Polizei aber zurück und sprach noch einmal ausführlich über die Situation mit den Leiter der Einrichtung. Der Polizeibeamte sagte dann, dass noch einmal ein Polizeiwagen geschickt wird.

Es erfolgte später ein Rückruf der Polizei, welche erklärte mit der Rettungsleitstelle telefoniert zu haben und gab an, dass die Feuerwehr dafür zuständig ist (sobald das Gesundheitsamt geschlossen ist), Frau X zu transportieren, und zwar egal, wohin, -ins Hotel oder ins Krankenhaus. Die Feuerwehr sei eindeutig für den Transport kranker Menschen zuständig. Die Rettungsleitstellen seien darüber informiert worden. Es wurde vereinbart, dass wir eine halbe Stunde warten (Zeitpunkt 17:38 Uhr) und wenn dann kein Wagen erschienen ist einen Krankenwagen über die 112 rufen.

Um 18:45 Uhr kam der Rettungswagen und hat Frau X ins Krankenhaus gebracht. Herr Y wurde nicht mitgenommen. Da er K1- Person ist, konnte er in keine Notunterkunft und musste draußen schlafen. Er wurde von uns mit Schlafsäcken und Decken ausgestattet.

Tagesaufenthalt Nordbahnhof

Schulenburger Landstraße 34

30165 Hannover

Wahlbeteiligung um mehr als 50% gestiegen

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Wir haben sehr erfreuliches Feedback aus dem Rathaus bekommen: Nicht nur, dass die Wahlbeteiligung von Wohnungs- und obdachlosen Menschen bei der Regionalwahl um mehr als 50% gestiegen ist, sondern dass es auch zahlreiche positive Rückmeldungen aus dem Umfeld gab und sich alle sehr wertgeschätzt und ernstgenommen gefühlt haben. Ein großes Dankeschön deshalb auch an all die Wahlhelfer, die vor Ort so zuvorkommend aufgetreten sind. Für uns ein Ansporn auch bei der Bundestagswahl eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen!  Durch unsere Initiative gibt es drei Wahllokale für eine Briefwahl zur Bundestagswahl geben. Zusammen mit dem Sozialdezernat, der Caritas, dem Mecki-Laden, dem Nordbahnhof und anderen Institutionen setzen wir unsere Motivations- und Informationskampagne fort. Wohnungs – und obdachlose Menschen in Hannover werden wählen wollen!

Wir treffen uns „Unterm Schwanz“

StiDU e.V. fährt nach Nürnberg um mit Wissenschaftlern gemeinsam eine App zu entwickeln, die das Leben Wohnung – und Obdachloser erleichtern kann. Die Digitalisierung darf vor dieser Gruppe unserer mit Bürgerinnen und Mitbürger nicht halt machen. Man darf sie nicht noch weiter an den Rand des täglichen Lebens drängen.

Hannover hat gewählt! StiDU e.V. gratuliert!

StiDU e.V. – die Stimme der Ungehörten – Ombudstelle für Wohnungs- und Obdachlose – gratuliert allen gewählten Kandidatinnen und Kandidaten, die sich uns verbunden fühlen und die sich wie wir ehrenamtlich einsetzen, um das Los derjenigen zu verbessern, die man – frei nach Brecht – im Dunkeln nicht sieht. Lasst uns gemeinsam weiter das dicke Brett bohren, das uns noch von würdigen Lebensverhältnissen derjenigen, die vom Leben aus der Kurve getragen werden, trennt.